Einleitung
Vor sechs Jahren entstand unsere Idee. Vor etwa fünf Jahren haben wir den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und ein Unternehmen gegründet. Nicht, weil es einen Trend gab. Sondern weil wir aus der Praxis kamen, Dinge verändern wollten – und an unsere Vision geglaubt haben. Bereits 2019 haben wir einen Weg eingeschlagen, der heute im digitalen Produktpass der EU seine Bestätigung findet.
Erst deutlich nach unserer Gründung rückten regulatorische Entwicklungen in den Fokus – Entwicklungen, die direkt in unser Themenfeld spielen: die Maschinenverordnung mit der digitalen Betriebsanleitung und später die EU-Ökodesign-Verordnung mit dem Digitalen Produktpass (DPP).
In den letzten Monaten wurden wir häufiger gefragt – in Gesprächen oder auf LinkedIn:
„Springt ihr jetzt auch auf den DPP-Zug auf? Baut ihr daraus ein Geschäftsmodell – wie so viele andere auch?“
Unsere klare Antwort: Nein.
Wir kommen aus der Praxis. Wir haben dort echte Herausforderungen erkannt – und ein Geschäftsmodell entwickelt, um diese zu lösen. Unser Ansatz war dem DPP der EU schon immer sehr ähnlich. Nachhaltigkeit war zwar nicht unser primärer Antrieb, schwang aber von Anfang an mit.
In diesem Beitrag möchten wir unseren Weg einordnen und ein paar spannende Einblicke teilen.
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2019: Die Initialzündung
Ende Februar 2019 – einer unserer Gründer saß im Auto auf einer längeren Fahrt. Damals arbeitete er noch im Vertrieb eines Maschinenbauunternehmens. Er fragte sich:
Wie können wir den Kontakt zu unseren Kunden und Endanwendern verbessern?
Plötzlich war sie da: die Idee eines dynamischen QR-Codes direkt am Produkt. Ein Zugangspunkt zu Anleitungen, Hilfestellungen, und allem, was der Nutzer braucht. Aber auch zur bidirektionalen Kommunikation – Feedback sammeln, After-Sales verbessern, die Nutzung nachhaltiger und effizienter gestalten.
Im März 2019 hielten wir die Idee erstmals schriftlich fest – in einer nächtlichen Session auf Papier.

Dann suchten wir jemanden, der Software entwickeln kann und gleichzeitig ein praktisches Verständnis mitbringt. Den fanden wir – und im Juni 2019 fiel der Entschluss: Wir machen das!
Parallel verabschiedete die EU im Dezember 2019 den European Green Deal – den Grundstein für das, was später regulatorisch folgen sollte.
2020: Ideen werden konkret
Wir waren alle noch in unseren Jobs, unterwegs, im Tagesgeschäft. Dennoch arbeiteten wir weiter an unserer Idee. Wir schrieben Businesspläne, entwickelten Use-Cases, Funktionen, Vermarktungsstrategien.
Im August 2020 fasste der Erste im Team den Entschluss: Er kündigte seinen Job und fokussierte sich zu 100% auf ECHO PRM.
Rückblickend: Ja, theoretisch hätten wir vom Circular Economy Action Plan wissen können. In diesem wurde im März 2020 das Thema Transparenz und Rückverfolgbarkeit erstmals konkretisiert – der DPP wurde erwähnt, wenn auch nur konzeptionell.
Aber: Wir dachten damals nicht in EU-Verordnungen. Wir dachten in Lösungen.
2021: Die Gründung
Am 5. Februar 2021 gründeten wir ECHO PRM.

Da war der Businessplan natürlich längst fertig und wir hatten bereits eine marktreife Lösung.
Wir gewannen erste Kunden, entwickelten unsere Lösung weiter, arbeiteten neue Anwendungsfälle aus – und starteten unser Marketing. Kaltakquise war an der Tagesordnung. Wir erklärten, was wir tun, warum es wichtig ist – und weshalb es die Zukunft ist.
2022: Der Begriff DPP wird offiziell
Am 30. März 2022 veröffentlichte die EU-Kommission den ersten Vorschlag zur Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR). Erstmals tauchte der Begriff „Digitaler Produktpass“ offiziell auf.
Zuvor war er zwar im Kontext des Circular Economy Action Plan erwähnt worden – aber ohne rechtliche Ausgestaltung.
Auch startete 2022 die Pilotinitiative CIRPASS.
ECHO PRM gab es zu diesem Zeitpunkt längst – über ein Jahr.
Den Begriff „DPP“ hatten wir zu Beginn nicht auf dem Schirm. Hätten wir ihn gekannt, hätten wir ihn vielleicht gesichert.
Aber wir glaubten an unsere Idee. Und daran, dass sie relevant für die Zukunft ist.
In diesem Jahr beschäftigten wir uns auch intensiver mit der Maschinenverordnung und digitalen Betriebsanleitungen.
2023: Ausbau & erste Kontakte zur Regulierung
2023 stand bei uns im Zeichen der Weiterentwicklung:
Wir integrierten ein eigenes Ticketsystem und bauten die After-Sales-Funktionalitäten deutlich aus.
Gleichzeitig intensivierten wir unsere Marketingaktivitäten, besuchten Messen – und begegneten dem DPP nun wirklich bewusst. Wir begannen mit der Analyse und dem Aufbau eines Netzwerks rund um dieses Thema.
Am 12. Juni 2023 veranstaltete die EU-Kommission ein offizielles Webinar zur Standardisierungsanforderung des DPP, veröffentlicht am 30. Juni.
Quelle: EU-Kommission zum DPP Webinar
Mit der politischen Einigung zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union im Dezember 2023 wurde der DPP schließlich verbindlicher Teil der europäischen Regulierungsarchitektur.
2024: Fokus auf Wissen und Aufklärung
Am 10. Januar 2024 veröffentlichten wir unseren ersten Beitrag zum DPP auf LinkedIn.

Noch war vieles unklar – daher konzentrierten wir uns darauf, die Entwicklungen zu verstehen und das Wissen strukturiert aufzubereiten.
Im Mai 2024 dann stimmte der Rat der Verordnung endgültig zu.
Am 28. Juni erfolgte die Veröffentlichung im Amtsblatt, am 18. Juli trat die ESPR offiziell in Kraft.
Quelle: EU Green Forum zur ESPR
Ab Juli 2024 informierten wir aktiv über die Ökodesign-Verordnung und den DPP – inklusive unseres ersten Whitepapers.
Fazit: Wir waren vorher da
Die Idee zu ECHO PRM entstand im Februar 2019 – zehn Monate vor dem European Green Deal.
Die Gründung von ECHO PRM erfolgte im Februar 2021 – über ein Jahr bevor der DPP offiziell im ESPR-Vorschlag erwähnt wurde.
Als die ESPR 2024 in Kraft trat, waren wir bereits drei Jahre am Markt.
Wir springen nicht auf den Zug auf. Wir waren längst unterwegs.
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Unsere Idee entstand aus der Praxis – und war offenbar so zukunftsweisend, dass wir eine Entwicklung vorweggenommen haben, die später zur Regulierung wurde.